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Perspektiven einer Sammlung - Museum Marta Herford

10.09.2022 –15.01.2023
Perspektiven einer Sammlung - Inventur und Vision
Kuratiert von Kathleen Rahn (Direktorin) und Friederike Korfmacher (Assistenzkuratorin)

Mit der Präsentation der hauseigenen Sammlung in den großen Gehry-Galerien beginnt das Programm der neuen Marta-Direktorin Kathleen Rahn. Sie wird gemeinsam mit dem Team des Marta ihren Blick auf die Sammlung eröffnen und Perspektiven der Weiterentwicklung vorstellen.

Die Ausstellung versammelt Skulpturen, Zeichnungen, Installationen und Videos von rund 30 Künstler*innen aus verschiedenen Jahrzehnten der zeitgenössischen Kunst, die in thematischen Kapiteln wie „Raum“, „Körper“ und „Gesellschaft“ in Relation zu der einzigartigen Architektur des Museums dialogisch inszeniert werden.

Der Blick auf die Sammlung Marta bietet Gelegenheit, ihre Ausrichtung zu rekapitulieren und für die Zukunft neue Perspektiven zu eröffnen. Wie steht es etwa um die Frauenquote der Sammlung, von anderen Kriterien der Diversität ganz zu schweigen? Und wie kann man künstlerische Positionen in einer Sammlung grundsätzlich sinnvoll vertreten? Ist eine Ikone der politisch-feministischen Kunst wie Martha Rosler durch die ebenso ikonische Videoarbeit „Semiotics of the Kitchen“ (1975), die als ältestes Werk in der Sammlung vertreten ist, schon ausreichend repräsentiert? Wie sind die Fragezeichen, die so manchen Besucher*innen angesichts Kaari Upsons vereinzelter Skulptur „Silicon Leftover (5 gal)“ (2015) ins Gesicht geschrieben sind, aufzulösen? Um hier anzusetzen und repräsentativ zu verdeutlichen, wie die Sammlung weitergedacht werden kann, werden Werke von vier Künstlerinnen der Sammlung Marta – Martha Rosler (*1943 in Brooklyn, New York, lebt ebenda), Asta Gröting (*1961 in Herford, lebt in Berlin), Kaari Upson (*1970 in San Bernardino, Kalifornien; † 18. August 2021 in New York) sowie Katja Novitskova (*1984 in Tallin, lebt in Amsterdam und Berlin) – durch Leihgaben ergänzt.

Künstler*innen

Nevin Aladağ, Susanne Albrecht, François-Marie Banier, Monika Czosnowska, EVA & ADELE, Yvonne Fehling & Jennie Peiz, Kendell Geers, Christoph Girardet & Matthias Müller, Tamara Grcic, Asta Gröting, Surasi Kusolwong, Anna Lange, Sol LeWitt, Reinhard Mucha, Mwangi Hutter, Olaf Nicolai, Katja Novitskova, Panamarenko, Dan Perjovschi, Manfred Pernice, Tobias Rehberger, Martha Rosler, Wilhelm Sasnal, Silke Schatz, Erik Schmidt, Pascale Marthine Tayou, Kaari Upson, Aaron van Erp, Atelier van Lieshout, Erik van Lieshout

 

Aaron van Erp, Naar de dood van Sardanapalus van Delacroix (After the death of Sardanapalus by Delacroix), 2009, olieverf op doek, 230 x 300 cm.
On permanent loan to Marta Herford from the private collection of Malte Boecker